EXTRAWURSTTriest – Fisch und etwas SüßesRistorante „Slavko“Wenn Jahr für Jahr 25 Millionen Fisch-ausgehungerte Urlauber in den kurzen Sommermonaten ans Mittelmeer fahren, dann muss man sich nicht wundern, wenn unsere nächstliegenden Meere mehr oder weniger leergefischt sind. Die Fischindustrie hat sich längst auf die gigantische Nachfrage eingestellt: es gibt große Bassins, in denen es nur so wimmelt von „orate“, „branzini“, „spigole“ usw. usw. – diese Zuchtfische schmecken zwischen Triest und Lecce nur unwesentlich besser als die „orata“, die wir bei uns im Supermarkt ums Eck gekauft haben. Weil Zuchtfisch hier, weil Zuchtfisch dort. Nur: der sogenannte „pesce azzurro“, also „alici“, „sgombri“, „sarde“ usw., ist – weil zu billig! – nicht lukrativ genug für die Aufzucht im Bassin. Und deshalb ist der „pesce azzurro“ auf den Fischtellern am Mittelmeer ein richtiger Wilder, einer mit Meersalz und –geschmack in der zarten Faser. Womit wir beinahe schon bei den wunderbaren „antipasti“ und „primi (di mare)“ des Ristorante „Slavko“ (sprich: Slauko, siehe Foto) angelangt wären. Beinahe -, denn bei den Muscheln muss präzisiert werden: ja, sie werden (wie überall) gezüchtet; aber sie wachsen im Meer, im echten Meer, das in der Gegend von Triest außerordentlich klar ist. Auf der Terrasse von „Slavko“ („un luogo che sembra irreale per quanto è bello, soprattutto la sera, quando si può godere di una vista su Trieste illuminata”, schreibt der Gastrosoph E. Torossi) beißt man entspannt in Triests vorzügliche Arme-Leute-Fischküche: “pasta alle vongole” (angenehm Knoblauch-intensiv), “sarde en savor” (zart-essiggeprägt; ohne die in Venedig üblichen Sultaninen + Pinoli als Zugabe), “sarde fritte” (nicht trocken!), gratinierte, „feinstüberbröselte“ Muscheln aller Größen! Lieber als Fisch-„secondi“ (aus Zuchtbassins) zu versuchen, empfiehlt es sich, nochmals von vorn bei den „antipasti“ zu beginnen. Ort: Contovello, oberhalb von Triest; Zum Dessert hinunter nach Triest, nach Largo Barriera Vecchia 12, zu Pasticceria Caffè „Pirona“. >Se si vuole acquistare un dolce realizzato secondo una ricetta senza tempo, il nome è uno solo: Pirona< - diese Einschätzung des “Gambero Rosso” teilt auch die “Extrawurst” -, die aus Platzgründen mit dem süßen Anteil von Triest in der nächsten “ff” fortsetzt. *** |
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