EXTRAWURSTTriest & das SüßePasticceria Caffè „Pirona““Se aprite il vocabolario del dialetto triestino di Pinguentini, alla voce "bignè" troverete la citazione: "Ghe telefoneremo a Pirona che el ne mandi do dozine de bignè". Non è un caso. Perchè la pasticceria Pirona, fondata da Alberto Pirona nel 1900, è talmente legata alla storia ed alle tradizioni della sua città, da essere entrata, negli anni, nel linguaggio comune, sinonimo di dolcezza.” – schreiben Cristina und Sergio De Marchi, die “La Pirona” (so nennen die Triestiner die Pasticceria Caffè “Pirona”) gegen Ende der 1980er Jahre erworben haben. La Pirona ist bestenfalls so geräumig wie man sich ungefähr das Knusper-Knusperhäuschen aus dem Märchen vorstellt: ein knappes Dutzend Naschkatzen passen da hinein; und die müssen sehr diszipliniert um einen caffè oder um das ganzjährig angebotene Kekse-Allerlei anstehen, sonst zittern die eleganten Jugendstil-Vitrinen. (Hier hat, wie fast überall in Triest, der einheimische Kaffee Hausrecht; hier gibt es „Illy“-caffè -, das ist quasi das nervöse Rennpferd unter den Kaffeemarken, 100% Arabica-Qualität, die, wird sie „überbrüht“, verdammt bitter schmecken kann! Der „Illy“ von La Pirona ist eine erregende Creme ...). Das Interieur mit seinem Schellack-imprägnierten Mobiliar hat seine ersten 105 Jahre unbeschadet überstanden. Und auch der süße Wahn, der in diesem Gemäuer und Holz wohnt, hat immer wieder jeden neuen Pirona-Konditor in Besitz genommen. Triest ist süßer als Bozen und Meran zusammengenommen, Triest ist mindestens so süß wie Wien. Nein, eigentlich noch nostalgisch-penetrant-süßer als Wien: „Penso“, „La Bomboniera“ und „La Pirona“, die drei historischen Konditoreien von Triest, haben auch am Sonntag (bis 14 Uhr) geöffnet! Triest ist doppelt so groß als Bozen, manchmal ruhiger als Meran im November und dennoch der Welt gegenüber viel offener; das merkt man auch dem süßen Triest, besonders der „Pirona“ an: hier kann der K.u.K.-Nostalgiker eine leise Träne vergießen, weil er kräftige Sachertorten und saftige (!) Linzerschnitten vorfindet. Ein Freigeist, der auch beim Süßen Grenzen, vielleicht sogar Zeiten überwinden will, der wird sich in der „Pirona“ freuen über slawische Strudel und Hefekuchen (Putizza, Presnitz, Pinza), über ungarische und dalmatinische Torten, über Kekse aus griechisch-orthodoxer, sowie hebräischer Backtradition und über eine der besten heißen Schokoladen Italiens. *** |
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